Modernes Haus mit Garten in der Nacht

Die Zeit der Dämmerungseinbrüche kommt

Wenn es früher Dunkel wird, nehmen auch die Einbrüche wieder zu. Besonders häufig werden Keller ins Visier genommen, da das Risiko, dort erwischt zu werden, geringer ist als in den eigentlichen Wohnbereichen. Viele Einbrecher meiden gezielt Wohnräume, um nicht auf Bewohner zu treffen und Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen.

Sie nutzen dabei oft simple Hilfsmittel wie Schraubendreher, um schnell und unkompliziert durch ungesicherte Fenster oder Türen auf Terrassen und Balkonen in ein Haus einzudringen. Werden Anzeichen wie dauerhaft ausgeschaltete Beleuchtung, überquellende Postkästen oder eine nicht vom Schnee befreite Einfahrt sichtbar, erkennen Täter sofort, dass niemand zu Hause ist und sehen darin eine günstige Gelegenheit.

Präventionstipps
  • Keine wertvollen Gegenstände im Keller lagern, insbesondere Fahrräder und Werkzeuge
  • Kellerabteile blickdicht gestalten
  • Zugänge (Türen, Fenster) konsequent verschließen
  • Fahrräder zusätzlich sichern, z.B. mit hochwertigen Schlössern und GPS-Trackern
  • Dunkle Zugänge mit Bewegungsmeldern ausleuchten
  • Alarm- und Videoanlagen als Ergänzung nutzen
  • Haus bei Abwesenheit bewohnt wirken lassen (z.B. zeitgesteuerte Lichter)
  • Regelmäßige Kontrollgänge in gemeinschaftlich genutzten Räumen
  • Eigentum dokumentieren (Seriennummern, Fotos, Kaufbelege)
Interessante Statistiken
  • Kellereinbrüche nehmen zu: Seit 2020 ist die Zahl der Anzeigen wegen Kellereinbrüchen deutlich höher als die der Wohnraumeinbrüche. 2025 wurden 10.139 Kellereinbruchsdiebstähle angezeigt, ein Anstieg von 7,8 % gegenüber dem Vorjahr. Im Gegensatz dazu gingen die Wohnraumeinbruchsdiebstähle weiter zurück (6.828 Fälle, -1,5 %).
  • Niedrige Aufklärungsquote: Die Aufklärungsquote bei Kellereinbrüchen lag 2025 bei nur 12,3 %, was die Bedeutung von Prävention unterstreicht

(Quelle: Kellereinbrüche nehmen zu: Darum sind Keller für Einbrecher attraktiver als Wohnräume - KFV - Kurat…)